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Stutenbissigkeit oder die Sache mit den Frauen untereinander

Hach ja, das ist ein Thema, das mich wirklich schon lange beschäftigt: das ewige Konkurrenzdenken, das Frauen untereinander an den Tag legen.

Ein kleines Beispiel: Ich höre Metal. Dabei handelt es sich um eine Szene, die von Haus aus schon von wenig weiblichen Anhängern frequentiert wird. Jetzt stellt euch folgende Situation vor: Ihr geht als Frau zu einem solchen Metalkonzert. Natürlich seid ihr früh da, ihr wollt ja schließlich einen guten Platz ergattern (und nein, ihr seid kein Groupie). So, vor der Halle warten schon ein paar Gestalten in schwarzer Uniform, mit schwarz umrahmten Augen, die Kippe lässig in der Hand. Wie bereits angedeutet: Die Frauen sind dabei in der Minderheit. So, was passiert jetzt wohl? Die männlichen Leser unter euch kratzen sich jetzt wahrscheinlich am Kopf und fragen sich, worauf zum Teufel (um mal der Szenensprache gerecht zu werden) ich hinauswill. Die Mädels unter euch werden aber eine leise Ahnung haben. Das was jetzt passiert läuft nämlich nach dem selben Schema in jeder erdenklichen Situation ab, in der Frauen aufeinandertreffen: Frau taxiert sich gegenseitig, "checkt" die vermeintliche Gegnerin ab. Wenn frau in dieser Bewertungsphase als "außer Konkurrenz" eingestuft wird, darf sie sich als fast schon glücklich schätzen. Denn dann geht von ihr keine potentielle Gefahr aus und sie wird wahrscheinlich (ein Restrisiko besteht natürlich immer) nicht Opfer eines Zickenkrieges. Wenn sie allerdings als Konkurrentin wahrgenommen wird.. Dann gnade ihr Gott, oder Odin oder wer auch immer..

Mal ehrlich, Mädels, das ist doch wirklich so. Das Verhätlnis unter Frauen kann wirklich anstrengend sein. Das ist im Privatleben so und auch im beruflichen Kontext. Sobald viele Frauen aufeinandersitzen, tickt die Bombe. Wenn dann noch ein oder gar mehrere Männer ins Spiel kommt/kommen, hilft i.d.R. nicht mal mehr das Entschärfungskomando. Da werden die Krallen ausgefahren. Warum eigentlich? Heben wir die Männer damit nicht auf ein Podest, auf dem zu stehen tatsächlich nur die wenigsten verdient haben?

Anderes Beispiel, gleiches Thema: Warum sind die Frauen immer so sauer auf ihre Nebenbuhlerin und wollen ihr die Augen auskratzen? Warum nicht dem Kerl, der es doch allem Anschein nach verdammt nochmal nicht schafft, treu zu bleiben. Warum wird die andere Frau zum Prellbock für die ganze (und m.E. berechtigte) Wut und Enttäuschung? Schmeißt eure Kerle raus und hört auf, eure Energie an die Mädels zu verschwenden. Die haben nur ein Angebot angenommen.. Und wenn es nicht diese eine wäre, dann eine andere.. Nicht die vermeintlichen Konkurrentinnen sind das Problem. Der Mann an eurer Seite (oder eben nicht), der ist das Problem.

Aber es ist natürlich so schön einfach, andere dafür verantwortlich zu machen. Nicht vor der eigenen Haustüre kehren zu müssen hat den Vorteil, den Dreck dort ignorieren zu können. Nur irgendwann ist auch der größte Teppich zu klein, um alles unter ihm verstecken zu können, aber das ist ein anderes Thema. Ich schweife aus..

Etwas, wobei ich mich auch schon erwischt habe: der Vergleich mit der Exfreundin. Ist sie schöner, klüger, gewitzter, charmanter oder wie die Attribute alle heißen als ich? Tja, selbst wenn.. Das Präfix EX ist hierbei bedeutend. Es handelt sich um die Exfreundin. Es hat nicht funktioniert, selbst wenn sie schön, klug, gewitzt und charmant ist. Hören wir doch auf, uns selbst damit zu quälen. Wem wollen wir etwas beweisen? Dem Mann an unserer Seite (sofern vorhanden) wohl nicht, denn der hat sich schon für uns entschieden. 

Das ist also ein kleiner Denkanstoß an alle Mädels dort draußen. Verinnerlichen wir uns das Motto: Leben und leben lassen. Der eigenen Person mehr vertrauen und weniger Gefahr in jedem weiblichen Wesen zu sehen, das einem über dem Weg läuft. Die Männer, die sich für uns entscheiden, werden bei uns bleiben. Tun sie es nicht, sind sie es nicht wert. Dafür können aber dann auch die entsprechenden Damen, die sich in die Beziehung "drängen" nichts. Versteht mich nicht falsch, das soll jetzt keine Propaganda in die Richtung: "Frauen, vereint euch alle gegen die untreuen Herren der Schöpfung" werden. Das ist Quatsch. Aber wir können uns und unseren weiblichen Mitmenschen das Leben verdammt viel einfacher machen, wenn wir aufhören, überall Konkurrenzsituationen zu schaffen. Keep cool and smile!

6.11.13 16:30

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Viola (10.11.13 18:08)
Schön und treffend geschrieben. Allerdings tritt das Konkurrenzdenken ja nicht nur in Bezug auf die Männerwelt auf, sondern auch im Job usw. Ich frage mich nur immer, ob Männer dieses Problem generell nicht haben oder es einfach nicht so zeigen

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